Saté – ein Klassiker vom Grill
Saté – auch Satay geschrieben – ist ein Grillgericht, das ursprünglich aus Indonesien stammt, aber inzwischen international fast schon so erfolgreich ist wie Pizza.
In seiner Wortbedeutung ist „Saté“ nichts anderes als Fleisch, das auf Bambusspießchen über Holzkohle gegrillt wird. Ganz egal, ob Huhn, Wasserbüffel oder Leguan.
Dazu gibt es in der Originalversion meist klebrigen Reis, Erdnuss-Sauce und einen süßsäuerlichen Salat, der „Acar“ genannt wird. In den meisten Fällen jedoch ist es Geflügel, das gerne auf diese spezielle Weise zubereitet wird – also eine Fleischart, die wirklich überall auf der Welt ohne religiöse oder kulturelle Vorbehalte große Popularität genießt.

Saté Spieß
Die Marinade als Basis
Die Basis eines guten Saté ist die Marinade. Sie ist schnell gemacht und braucht kaum Aufwand, aber ein wenig Vorbereitung ist wichtig.
Denn Saté ist nichts für Spontane – das Fleisch sollte einige Stunden marinieren, damit es den vollen Geschmack aufnehmen kann.
Am besten mariniert man das Fleisch ohne Spieße, denn so können die etwa 5 mm dünn und 2 cm breit geschnittenen Streifen die Aromen besonders gut aufnehmen.
Fleisch richtig vorbereiten
Gefädelt wird das fertig marinierte Fleisch dann wellenförmig auf die gut gewässerten Holz- oder Bambusspieße, um anschließend über Holzkohlenglut gegrillt zu werden.
Ideal ist die Kohle dafür dann, wenn sie bereits von einer weißen Ascheschicht überzogen ist.
Saté auch drinnen genießen
Wer im Winter nicht draußen grillen möchte, kann die Saté-Spieße auch auf einer Grillplatte oder in einer Pfanne zubereiten.
Im Gegensatz zum Grillen am Rost sollten die Spieße dabei mehrmals gewendet und regelmäßig mit Marinade oder Sauce bestrichen werden – so bleiben sie saftig und bekommen ein schönes Aroma.
Marinaden und Saucen
Ausgezeichnet geeignet für diesen Vorgang ist „Kecab Manis“, eine süßliche, dickflüssige Sauce auf Soja-Basis, die aus Indonesien stammt und längst ihren Weg in heimische Verbrauchermarkt-Regale gefunden hat.
Wer es eher im Nippon-Style mag, nimmt dafür japanische Teriyaki-Sauce. Bei der Sojasauce, mit der die Marinade hergestellt wird, ist ebenfalls eine hochwertige japanische die beste Wahl.
Basisrezept Marinade
Zutaten:
3 Knoblauchzehen
1 Stange Zitronengras
1-2 cm frischer Ingwer (je nach Dicke)
½ Zwiebel
2½ TL Korianderkörner
½ TL Kreuzkümmel, gestoßen
2 EL Sojasauce
1 TL Salz
2 TL brauner Zucker
2 EL Öl
Wasser nach Bedarf
Den geschälten Knoblauch hacken, den Ingwer schälen und in Scheiben schneiden, ebenso das Zitronengras, wobei Sie hier das harte äußere Blatt entfernen sollten. Die halbe Zwiebel würfeln, die Korianderkörner in einer heißen Pfanne kurz rösten, dann im Mörser zerstoßen und mit den anderen Gewürzen sowie dem Knoblauch, Ingwer, der Zwiebel und der Sojasauce mit Öl und Wasser zu einer dickflüssigen Marinade pürieren.
Weitere Variationen
Wie schon erwähnt, passt Hühner- oder Putenfleisch besonders gut zu diesem Rezept. Pro Person sollten Sie etwa 15 bis 20 dag Brustfilet kalkulieren.
Dieses wird in passende Streifen zurechtgeschnitten und zugedeckt im Kühlschrank einige Stunden mariniert. Besonders effizient gelingt das in einem Gefrierbeutel, weil hier die Marinade das Fleisch besonders gut umschließt, wenn man die Luft vor dem Verschließen herausdrückt.
Lohnend ist es auch, einmal eine Marinade auf Basis von Kokosmilch zu versuchen, die ganz ausgezeichnet zu Schweinefleisch und Garnelen passt.
Dazu schmecken Sie diese Marinade ganz einfach mit Knoblauch, Ketcap Manis, Sambal Oelek und gegebenenfalls etwas Salz ab. Nehmen Sie noch Gelbwurz (Kurkuma) dazu, bekommt das Fleisch eine intensive gelbe Färbung.
Peanuts
Ein weiteres Muss für Saté ist die Erdnuss-Sauce. Das Original wird gekocht, um dann warm oder kalt zu den Spießchen serviert zu werden. Und für ganz Bequeme schließlich gibt es am Markt auch fertige Produkte zu kaufen.
Erdnuss-Sauce
Peanuts Zubereitung
Zutaten:
- 100 g gesalzene Erdnüsse
- 2 Knoblauchzehen
- 5 g frischer Ingwer, geschält und geschnitten
- 100 ml Kokosnussmilch
- 1 EL brauner Zucker
- 2 EL Sojasauce
- Saft einer halben Zitrone
- Sambal Oelek (Chilipaste) nach Geschmack
Die Zutaten werden ganz einfach in der Küchenmaschine oder mit dem Pürierstab miteinander zu einer cremigen Masse verarbeitet. Ist die Sauce zu dick, kann sie mit etwas Wasser oder auch Kokosmilch auf die richtige Konsistenz gebracht werden. Dann wird noch einmal mit Salz, Sojasauce, Zitrone und Sambal Oelek abgeschmeckt – fertig.
Acar Bening
Zutaten:
- 1 Salatgurke
- 1 Zwiebel, in dünne Ringe geschnitten
- 1 kleine, reife Ananas oder Ananasstücke aus der Dose
- 3 Paradeiser, würfelig geschnitten
- 2 EL brauner Zucker
- 3-4 EL milder Weißweinessig
- 1 Chili-Schote
- 1/8 l Wasser
- Salz
- Kerne von 1-2 Granatäpfeln und Kresse zum Garnieren
Die Gurke wird in nicht zu dünne Scheiben geschnitten und eingesalzen. Jetzt bereiten Sie die Marinade, indem Sie den Zucker mit Wasser und Essig erhitzen und darin auflösen.
Nach dem Erkalten wird dieser Sud mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abgeschmeckt.
Inzwischen hat das Salz dem Gemüse einiges an Wasser entzogen, das abgegossen wird. Jetzt kommen die fein geschnittene Zwiebel, die würfelig geschnittenen Paradeiser und die Ananasstücke dazu.
Darüber kommt die Marinade sowie eine in dünne Ringe geschnittene Chilischote (sofern Sie es scharf mögen), frische Kresse und als feinsäuerliche Komponente die ausgelösten Granatapfelkerne.
Beilagenknigge
Beim Reis scheiden sich die Geister. Der klebrige Lontong-Reis aus der indonesischen Originalversion ist hierzulande nicht jedermanns Geschmack, während Parboiled-Reis die Sauce nur unzureichend bindet und Rundkornreis geschmacklich weniger harmoniert.
Empfehlenswert ist daher ein aromatischer Basmati-Reis oder ein anderer hochwertiger Langkornreis, der die Aromen von Fleisch und Erdnuss-Sauce perfekt ergänzt.
Auch bei der Wahl des Salats darf nach persönlichem Geschmack variiert werden. Ein knackiger Blattsalat oder ein Gurkensalat mit Joghurt passt hervorragend zu Reis und Sauce.
Wer es authentisch mag, greift jedoch zum klassischen „Acar“ – einem süß-sauer marinierten Gemüsesalat, der in Indonesien als typische Beilage zu Saté serviert wird und geschmacklich an mitteleuropäisches Sauergemüse erinnert.


