Der Schopfbraten, in Deutschland auch „Nacken“ und im angelsächsischen Sprachraum analog „Neck“ genannt, schließt zum Kopf hin, an das lange Karree an.

Der Schopfbraten bildet den halsseitigen Anschluss des Schweinekarres und wird zwischen 4. und 5. Rippe vom Kotelettstrang getrennt. Er besteht aus einem Bündel kleinerer Muskelstränge, die gut in intramuskulärem Fett eingelagert sind. Das Teilstück ist kräftig marmoriert und weist einen durchschnittlichen Fettgehalt von 10 bis 14 Prozent auf. Der Schopf ist eher dunkel, mürbe, saftig und sehr herzhaft im Geschmack.
Der Schopfbraten wird meist im Ganzen zubereitet, denn so kommen seine Vorzüge am besten zur Geltung. Stimmen Fleischqualität, Garzeit und Gartemperatur, gelingt er besonders zuverlässig und wird ohne großen Aufwand mürbe, saftig und aromatisch. Sein Geheimnis liegt im Fett: Durch die gute Marmorierung und den relativ hohen, aber nicht zu festen Bindegewebsanteil ist der Schopfbraten ideal für die Zubereitung im Ofen.
Auch als Schopfsteaks eignet sich dieses Fleischteil perfekt zum Kurzbraten am Grill oder in der Pfanne. Das gut durchwachsene Fleisch wird auch beim Dünsten besonders weich und aromatisch. Zudem gilt der Schopfbraten als Geheimtipp für die Zubereitung von besonders zartem Pulled Pork..